Segeltörn 2016

 

Das Schaukeln der Wellen, der Wind in den Segeln und das Glitzern der Sonne auf dem Wasser – darauf freuten sich die dreiundzwanzig TeilnehmerInnen des diesjährigen Segeltörns, als sie am 30.09.2016 von Rohr aus nach Harlingen aufbrachen, um das verlängerte Wochenende auf dem Ijsselmeer zu verbringen.

Unsere schwimmende Unterkunft war der Zweimastklipper „Hollandia“, der schon seit etwa 100 Jahren zur See fährt. Dieser hatte 325 m² Segeloberfläche zu bieten, an der wir uns bei so manchem Wendemanöver austoben konnten und zusätzlich – ein pfadfinderisches Must-have – den „8-8-9-Knoten“ verinnerlichten.

Wenn an Bord einmal nichts zu tun war, saßen wir meist in gemütlicher Runde in der Sitzecke oder entspannten uns auf dem sonnenbeschienen Schiffsdeck.

Schon auf unserer ersten Überfahrt, die uns nach Terschelling führen sollte, erfüllte sich für viele von uns ein lang ersehnter Traum: auf einer Sandbank, an der wir in unmittelbarer Nähe vorbeisegelten, sonnten sich unzählige Seehunde mit ihren Jungen.

Als wir am frühen Nachmittag auf Terschelling anlegten, war unsere Entdeckerlust noch lange nicht gestillt: wir schnappten uns also Tandems sowie einige Fahrräder und erkundeten die Insel. Nach einer zweistündigen Tour, die uns am Deich entlang zum Strand und wieder zurück ins Städtchen führte, begannen die Vorbereitungen für das Abendessen.   

Am nächsten Morgen erwartete uns allerdings eine böse Überraschung:

Auf Grund eines aufkommenden Zyklons, der über die Inseln Texel und Vlieland fegte, die wir als Tagesziele anvisiert hatten, sowie etwa drei Meter hoher Wellen und eines Sturmes der Windstärke neun, konnten wir leider nicht in See stechen und mussten den Tag im Hafen verbringen.

Obwohl wir anfangs sehr enttäuscht waren, versuchten wir, das Beste aus der Situation zu machen und verbrachten den Tag mit den verschiedensten Gesellschaftsspielen. Am Nachmittag machten wir uns trotz des schlechten Wetters noch einmal auf, um das Städtchen oder den Strand zu besuchen.

Als sich die Wetterlage am nächsten Morgen wieder beruhigt hatte, segelten wir bei herrlichem Sonnenschein und ruhiger See zurück nach Harlingen. Diese letzte Fahrt genossen wir ganz besonders.

Ein Highlight war die Tatsache, dass wir uns mit Rettungsweste in das Netz am Klüverbaum legen durften, von wo man einen ausgezeichneten Blick auf die Wellen und das (mehr oder weniger) geschäftige Treiben an Deck hatte, auch wenn der ein oder andere dabei etwas nass wurde.

Spätestens als wir an diesem Abend wieder in Rohr ankamen, wurde uns klar, dass dieser Segeltörn trotz teilweise schlechtem Wetter ein schönes und unvergessliches Erlebnis gewesen war. Weitere Bilder vom Segeltörn findet Ihr in unserer Bildergalerie.

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